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Sternwarte Kremsmünster

Kremsmünster, Bezirk Kirchdorf

KATEGORIE: Natur • Technik • Geologie

  • Stift Kremsmünster, A-4550, Kremsmünster
    Tel: +43-7583-5275-450
    Fax: +43-7583-5275-450
    sternwarte.kremsmuenster@speed.at
    www.specula.at

    TRÄGER: Benediktinerstift Kremsmünster

    Öffnungszeiten

    Besichtigung nur mit Führung: Mai bis Oktober 10 und 14 Uhr, Mitte Juli bis Mitte September zusätzlich um 16 Uhr; November bis April geschlossen

    Zuzätzliche Angebote
    • Führungen
    • Fremdsprachen: Englisch, Französisch, Italienisch

Das Observatorium des Stiftes Kremsmünster wurde zwischen 1749 und 1758 errichtet. Die Gründe für den Bau lagen in der Rivalität zwischen Benediktinern und Jesuiten. Um der Erziehungseuphorie der Jesuiten etwas entgegenzusetzen, planten die Benediktiner in Kremsmünster das Observatorium als Teil ihrer Akademie für junge Adelige. Im Museum gelangt der Besucher ­zuerst in die geologische, paläontologische und prähistorische Sammlung. Besonders hervorzuheben sind hier ein Ichthyosaurier, ein Höhlenbärenskelett und ein bereits bei Merian abgebildeter Mammutknochen. Der Grundstein für das mineralogische Kabinett wurde 1782 durch den Ankauf der Sammlung von Roger von Rutershausen gelegt. Diese Sammlung konnte bis zum heutigen Tag auf etwa 12000 Objekte anwachsen. Besonders interessant ist das physikalische Kabinett der Sternwarte. Viele der Objekte stammen aus eigenen Forschungsbereichen der Sternwarte (Geodäsie, Seismik und Meteorologie). Bedeutende Objekte aus der zoologisch-botanischen Sammlung sind auch die Xylothek (eine Holzsammlung in Buchform), die aus Wachs hergestellten Pilzmodelle, die Glasmodelle von Meerestieren aus dem 19. Jahrhundert, eine umfangreiche Kolibri-Sammlung sowie die Darstellung von heimischen und exotischen Tierarten. Im Zentrum des volks- und völkerkundlichen Sammlungsbereiches stehen Trachten, bäuerlicher und bürgerlicher Hausrat, eine ägyptische Mumie, römische Fundstücke, Gebrauchsgegenstände türkischer Herkunft sowie völkerkundliche Zeugnisse aus Ostafrika und Neuguinea. Im astronomischen Museum befindet sich eine große Zahl von Beobachtungsinstrumenten, darunter ein Sextant, der mit großer Wahrscheinlichkeit von Johannes Kepler benutzt wurde.